Was ist mikroinvasive Therapie?

Mikroinvasive Therapie (MIT) ist die Behandlung mit Spritzen/Kathetern direkt im betroffenen Bereich oder die Behandlung über naheliegende Blutgefässe. MIT verbindet bekannte kathetertechnische Gefäßeingriffe und Verfahren der interventionellen Radiologie mit neuen und weiterentwickelten mikroinvasiven Methoden. Das Ziel von MIT ist, den PatientInnen mit möglichst kleinen Eingriffen effektiv und langfristig zu helfen.

Die Angiographie ist ein medizinisches Verfahren, das zur Darstellung von Blutgefässen verwendet wird. Dabei wird ein Kontrastmittel in die Gefässe eingespritzt, um sie auf Röntgenbildern sichtbar zu machen. Dies ermöglicht die Diagnose und Therapien von Engstellen, Gefässverschlüssen oder anderen Anomalien im Kreislaufsystem.

Interventionelle Radiologie nutzt verschiedene bildgebende Verfahren. In einem ersten Schritt dienen sie dazu, vor dem Eingriff möglichst genaue Informationen über die betroffene Körperstelle zu erhalten und den Eingriff zu planen. Während dem Eingriff steuern wir am Bildschirm die feinen Instrumente durch einen kleinen Hautschnitt und führen sie präzise zum Ziel. Interventionelle Radiologie ist schonend. So werden auch neue Therapiewege möglich.

Die Forschung hat gezeigt, dass chronische Entzündungen die Bildung von abnormalen Mikrogefässen und Nerven nach sich ziehen, die Schmerzen verursachen. Wir wollen mit dem Verschluss dieser Gefässe die Sauerstoffversorgung der Nerven unterbinden, damit diese krankhaften Nerven absterben und sich zurückbilden.

Verschiedene Behandlungsmethoden

Mikroinvasive Technologien (MIT) können bei verschiedensten Erkrankungen eingesetzt werden. Wir führen alle Behandlungen der interventionelle Radiologie durch. MIT-Bern ist auf osteoartikuläre Schmerzen spezialisiert und arbeitet mit Orthopäden und Schmerztherapeuten zusammen. Ein Eingriff mit minimalinvasiven Techniken (MIT) ist schonend: Es gibt selten Komplikationen und die Genesungszeit ist kürzer als bei konventionellen Eingriffen.

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Ganzkörper-Kryotherapie

Die Behandlung mit Kälte (Kältetherapie) ist eine Methode, bei welcher der ganze Körper extrem niedrigen Temperaturen ausgesetzt wird. Sie eignet sich zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden, insbesondere von Wirbelsäule, Gelenken, Fibromyalgie, Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und bringt in der Regel eine effektive Verminderung der Schmerzen. In Verbindung mit einfachen Atemübungen verstärkt sich die Wirkung.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure (Glykosaminoglykan) kommt als natürliches Element unter anderem in der Gelenkflüssigkeit vor und sorgt dafür, dass diese dickflüssig wird. Dadurch fungiert sie als Schmiermittel, das die Gleitfähigkeit der Sehnen und Gelenke unterstützt. Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil unseres Bindegewebes, unserer Knorpel und der Gelenkflüssigkeit. Die eigene Produktion an Hyaluronsäure nimmt ab dem 25. Lebensjahr ab, mit 50 Jahren ist die Konzentration auf die Hälfte geschrumpft. Durch die natürliche Verminderung der Hyaluronsäure wird der Knorpel weicher und die Gelenkschmierung nimmt ab. Mit mikroinvasiver Therapie spritzen wir Hyaluronsäure in die betroffenen Bereiche, zum Beispiel zur Verbesserung der Beweglichkeit von Sehnen und Gelenken.

PRP (Platelet Rich Plasma) Therapie

Bei der Eigenblutbehandlung wird gewonnenes Plasma aus eigenem Blut, das mit Blutplättchen (Thrombozyten) angereichert wird, dem Körper wieder zugeführt. Die Methode ist noch relativ neu. Sie kann Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern.

Gelenkembolisation

Transarterielle Embolisation ist ein innovatives Verfahren der interventionellen Radiologie zum Verschluss von krankhaften Gefässen oder Blutungen. Erfolgreich eingesetzt wurde es bereits bei chronischen Blutergüssen im Gelenk. Ziel ist die Schmerzreduktion bei entzündlichen, schmerzhaften Gelenkveränderungen und Sehnenentzündungen, das Stoppen von Blutungen oder das Verkleinern von gutartigen und bösartigen Geschwulsten.

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Vertebroplastik

Wenn nach einem Bruch schwere Schmerzen bleiben, kann eine minimalinvasive Zementaugmentation rasche Schmerzlinderung bringen. In der Regel wird diese in Lokalanästhesie durchgeführt und ist somit wenig belastend. PatientInnen sind anschliessend rasch wieder mobil.

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Infiltration

Die Gelenksinfiltration stellt eine Möglichkeit dar, Medikamente direkt in ein entzündetes oder beschädigtes Gelenk einzuspritzen. In der Regel werden dabei Schmerzmittel, Lokalanästhetika und entzündungshemmende Mittel wie Kortison verabreicht.

Kryoneurolyse

Die Kryoneurolyse – auch als Cryoneurolyse bezeichnet – ist ein Verfahren, bei dem sensible Nerven mit Temperaturen von ungefähr -40 °C vereist werden. Wenn lokale Betäubungsmittel nur einen zeitlich kurzfristigen Erfolg zeigen, können Nervenschmerzen (Neuralgien) mit der Vereisung effektiv behandelt werden.

Digitale Subtraktionsangiografie (DSA)

Die Angiografie dient dazu, Gefässe im Röntgenbild sichtbar zu machen. Dazu spritzen wir über einen Zugang durch eine kleine Plastikkanüle ein Kontrastmittel in die Venen oder Arterien. Dieses häufig eingesetzte Verfahren dient zum Beispiel zur Diagnose von Verengungen, Verkalkungen oder Gefässverschlüssen in Blutgefässen. In Zusammenarbeit mit Angiologen können wir einerseits Diagnosen stellen und andererseits Gefässverschlüsse behandeln.

Wir sind Pioniere in der Behandlung von Gelenkembolisationen.

Häufige Fragen

Die Kosten für die Behandlung werden von der Krankenkasse fast vollständig übernommen, mit Ausnahme der Kosten für das Medikament „Hyaluronsäure“ und die Vorbereitung der PRP (Plättchenreiches Plasma). Patienten müssen diese Kosten in der Regel selbst tragen, da sie als Zusatzleistungen gelten. Dennoch kann die Therapie eine lohnenswerte Investition in die Gesundheit sein, da sie effektive Ergebnisse bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen und Verletzungen liefert.

Diese Therapie ist geeignet um den Einsatz einer Prothese hinauszuzögern oder hartnäckige, nicht mehr therapiebare Gelenkschmerzen oder Schmerzen am Sehnenansatz zu behandeln. Die Indikation zur Therapie wird nach einem persönlichen Gespräch gestellt.

Die Forschung hat gezeigt, dass chronische Entzündungen die Bildung von abnormalen Mikrogefässen und Nerven nach sich ziehen, die Schmerzen verursachen. Wir wollen mit dem Verschluss dieser Gefässe die Sauerstoffversorgung der Nerven unterbinden, damit diese krankhaften Nerven absterben und sich zurückbilden.

Der Schmerztherapeut, die Schmerztherapeutin wird Sie beraten, wann eine Kryoneurolyse sinnvoll ist.

Mikroinvasive Behandlungen sind schonende Eingriffe zur Schmerzlinderung und zur Behandlung verschiedenen Erkrankungen. Sie finden unter örtlicher Betäubung, ohne Narkose und ohne grosse Verletzung der Haut statt. Mit Hilfe eines Angelgeräts oder Ultraschall und Bildsteuerung können wir uns im Körperinnern orientieren und gezielt eingreifen.

Gelenkschmerzen kommen häufig vor und können im leichten und mittleren Stadium gut konservativ (ohne operativen Eingriff) behandelt werden. Wenn die Schmerzen chronisch werden und keine andere Therapie eine Erleichterung bringt, eignet sich die Mikroinvasive Therapie mit Infiltrationen der Gelenke oder der schmerzhaften Regionen. Als letzte Option bevor man an einer Operation denkt kann man die Schmerzregion (meistens schmerzhaft durch eine Entzündung und Neubildung von Gefässen) embolisieren. Nach einem ausführlichen Gespräch suchen wir die geeignete Therapie. Oft kommen die Schmerzen nach einer ersten Behandlung zurück. Das Ziel ist, die Zeit zwischen den Schmerzschüben zu verlängern, damit Sie möglichst lange, schmerzfreie Phasen haben.

Bei der Kryoneurolyse (auch Kryodenervierung genannt) werden mit sehr tiefen Temperaturen (-40°C) sensible Nerven desensibilisiert. Während lokale Betäubungsmittel nur einen zeitlich kurzfristigen Erfolg zeigen, können Nervenschmerzen mit der Vereisung langfristig behandelt werden. Die Methode hat sich bei Morton Neurinomen, nach Traumata oder nach einer Operation bewährt. Häufig werden durch Behandlungen oder Unfälle Nerven geschädigt. Diese Leiten dann ein Signal weiter, das das Gehirn als Schmerz übersetzt. Mit Hilfe der Kryoneurolyse wird dieser Signalkreis unterbrochen. Im Gegensatz zur Nervenverödung mit Hitze wird der Nerv bei diesem Verfahren nicht zerstört.

Susanne Constantinescu
Spezialistin für Mikroinvasive Therapie

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